Annette Knuf - Diplom Theaterpädagogin
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tafereel-THEATER

 

Heißes Wasser für alle
von
Gesine Danckwart

Fotos: Peter Lessmann

 

tafereel-theater
(ehemals „Theater im Speicher“) der VHS Münster. Gegründet im Herbst 2003 unter der Regie von Annette Knuf.

Bisherige Produktionen:
2004: „Push up“
2005: "age project"
2006: "Hysterikon" von Ingrid Lausund
2007: "draußen tobt die dunkelziffer" von Kathrin Röggla
2008: Morir - Ein Augenblick vor dem Sterben von Sergi Belbel
2009: Baustelle Faust
2010:"Zuhause" von Ingrid Lausund

Nach jeder Produktion gibt es für theatererfahrene SpielerInnen die Möglichkeit, dem Ensemble beizutreten.

Was bedeutet eigentlich tafereel?
Es kommt aus dem Niederländischen und bedeutet: Bühne, Szene, Beschreibung

 

 

 

Premiere: Sa. 21. Mai

weitere Aufführungen:

So. 22./ Fr. 27./ Sa. 28./ So. 29. Mai 2011

im Kreativ-Haus,
Diepenbrockstr. 28,
48145 Münster

Karten unter:
0251 - 1348601

Regie: Annette Knuf
Assistenz:Stefanie Karrenbrock,
Bühne: Henri Alain Unsenos, Licht: Andre Hölscher


„Ich weiß nicht, wie die Anderen das immer mit der Sehnsucht machen. Ich weiß nicht genau, wo die das hin verbrennen. Oder sind alle anderen immer schon satt?“

Sechs Menschen und ein Sehnen. Danach, die Welt einmal umzudrehen, auf den Kopf zu stellen, dem Leben auf den Grund zu gehen. Den Körper in den Griff zu kriegen, der Lüge in die Augen zu schauen. Sechs Menschen warten auf den richtigen Moment, sind hungrig und satt, frei und gefangen.

„Es muß möglich sein, es muß möglich werden, ich werde das hier alles inklusive mir selbst hinter mir, mich lassen, irgendwie.“

Das Ensemble:
Julia Bodenburg, Anette Ganß, Anne Huntemann, Thomas Löhr, Lorenz Pott, Marita Stricker

 

PRESSESTIMMEN
Supernova der Ideen

Das Ensemble des „tafereel-Theaters“ hat einen sperrigen Text virtuos in Szene gesetzt. ...
Schwer verdaulich, so ein Stück, sollte man meinen.
Aber was Regisseurin Annette Knuf und Bühnenbildner Henri Alain Unsenos als Ursuppe für die Ausstattung angerührt hatten, explodierte während der Probenarbeiten zu einer Supernova der Ideen. Papier als symbolträchtiges Material zur Verstärkung und Verdeutlichung des Textes. Papier wurde beschrieben, zerrissen und mit Spucke wieder verklebt. Zerknüllt, zu einem Strick geflochten und unters Hemd gestopft. Die Darsteller wurden eingerollt in Papier, unter einem Papierberg begraben, von Worten auf Papier zu Aktionen inspiriert: „Ratsch“ hieß das Wort zum Geräusch.
Dabei waren die Gänge, Bewegungen und Interaktionen choreographiert wie im modernen Tanztheater. Eine solche Ensembleleistung offenbart Vielseitigkeit und Können sowie kollektive Disziplin bei der Erarbeitung des Stückes....„Wir warten noch auf etwas“, heißt es im Stück. Auf solch inspirierende Stücke wartet man gerne.
VON GEROLD MARIUS GLAJCH
Westfälische Nachrichten 25.05.2011

Ganzen Artikel lesen:

..."Die Vieldeutigkeit des Papiers ist der Lebensnerv dieser Installation von Text, Musik und Schauspielern, ihre Goldader. Eine wunderbar funktionierende Bühnenidee von Henri Alain Unsenos. Die Akteure balgen, schlagen und plagen sich mit dem Papier, vermummen und entblättern sich. Das Papier ist ihre zweite Haut, Ihr empfindsames "Ich"."...

Günter Moseler
Münstersche Zeitung 23.05.2011