
Premiere:
Sa. 21. Mai
weitere Aufführungen:
So.
22./ Fr. 27./ Sa. 28./ So. 29. Mai 2011
im Kreativ-Haus,
Diepenbrockstr. 28,
48145 Münster
Karten unter:
0251 - 1348601
Regie:
Annette Knuf
Assistenz:Stefanie Karrenbrock,
Bühne:
Henri Alain Unsenos, Licht:
Andre Hölscher
„Ich weiß nicht, wie die Anderen das immer
mit der Sehnsucht machen. Ich weiß nicht genau, wo die das hin
verbrennen. Oder sind alle anderen immer schon satt?“
Sechs Menschen und ein Sehnen. Danach, die Welt einmal umzudrehen, auf
den Kopf zu stellen, dem Leben auf den Grund zu gehen. Den Körper
in den Griff zu kriegen, der Lüge in die Augen zu schauen. Sechs
Menschen warten auf den richtigen Moment, sind hungrig und satt, frei
und gefangen.
„Es
muß möglich sein, es muß möglich werden, ich werde
das hier alles inklusive mir selbst hinter mir, mich lassen, irgendwie.“
Das
Ensemble:
Julia Bodenburg, Anette Ganß, Anne Huntemann, Thomas Löhr,
Lorenz Pott, Marita Stricker
PRESSESTIMMEN
Supernova der Ideen
Das
Ensemble des „tafereel-Theaters“ hat einen sperrigen Text
virtuos in Szene gesetzt. ...
Schwer verdaulich, so ein Stück, sollte man meinen.
Aber was Regisseurin Annette Knuf und Bühnenbildner Henri Alain
Unsenos als Ursuppe für die Ausstattung angerührt hatten,
explodierte während der Probenarbeiten zu einer Supernova der Ideen.
Papier als symbolträchtiges Material zur Verstärkung und Verdeutlichung
des Textes. Papier wurde beschrieben, zerrissen und mit Spucke wieder
verklebt. Zerknüllt, zu einem Strick geflochten und unters Hemd
gestopft. Die Darsteller wurden eingerollt in Papier, unter einem Papierberg
begraben, von Worten auf Papier zu Aktionen inspiriert: „Ratsch“
hieß das Wort zum Geräusch.
Dabei waren die Gänge, Bewegungen und Interaktionen choreographiert
wie im modernen Tanztheater. Eine solche Ensembleleistung offenbart
Vielseitigkeit und Können sowie kollektive Disziplin bei der Erarbeitung
des Stückes....„Wir warten noch auf etwas“, heißt
es im Stück. Auf solch inspirierende Stücke wartet man gerne.
VON GEROLD MARIUS GLAJCH
Westfälische Nachrichten 25.05.2011
Ganzen
Artikel lesen:
..."Die
Vieldeutigkeit des Papiers ist der Lebensnerv dieser Installation von
Text, Musik und Schauspielern, ihre Goldader. Eine wunderbar funktionierende
Bühnenidee von Henri Alain Unsenos. Die Akteure balgen, schlagen
und plagen sich mit dem Papier, vermummen und entblättern sich.
Das Papier ist ihre zweite Haut, Ihr empfindsames "Ich"."...
Günter
Moseler
Münstersche Zeitung 23.05.2011